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Fruchtsaft

Fruchtsaft kann auch als Most (z.B. Traubenmost) bezeichnet werden. Er wird durch das Pressen und Keltern von Früchten gewonnen. Der Fruchtgehalt bei Fruchtsaft muss 100% betragen. Es dürfen keine weiteren Zusätze enthalten sein. Unterschieden werden Direktsaft und Fruchtsaft aus Konzentrat.

Traubensaft ist der Ausgangsstoff für die Wein- und Sektbereitung. Die auf den Früchten lebenden Mikroorganismen regen die Gärung des Saftes zu Wein an.

Fruchtsaft aus Konzentrat

Dem frisch gepressten Saft wird Wasser entzogen. Dabei werden auch die flüchtigen, geschmackgebenden Aromastoffe abgetrennt. Das so entstandene Konzentrat wird später mit Wasser rückverdünnt, mit Fruchtaromen versetzt und abgefüllt. Der Kunde erhält demzufolge ein "zusammengesetztes" Produkt.

Fruchtsaft aus Konzentrat ist durch niedrigere Transport- und Lagerkosten (aufgrund geringerem Volumen) meist günstiger als Direktsaft.

Auf dem Etikett muss der Hinweis "aus Konzentrat" enthalten sein.

Fruchtsaftgetränk

Fruchtsaftgetränke haben mit der eigentlichen Frucht meist wenig zu tun. Der Mindestfruchtgehalt beträgt je nach Sorte lediglich 6 bis 30% (geregelt in "Leitsätze für Erfrischungsgetränke"). Hergestellt werden Fruchtsaftgetränke aus Wasser, Zucker, Fruchtsaft, Fruchtaromen und evtl. Genusssäuren wie z.B. Zitronensäure.

Fruchtsaftgetränke werden den Erfrischungsgetränken zugeordnet. In Bio-Qualität werden kaum Fruchtsaftgetränke angeboten, da es sich hierbei nicht um ein vollwertiges Lebensmittel handelt.

Fruchtsaftschorle

Fruchtsaftschorlen werden den Erfrischungsgetränken zugeordnet. Die Zutaten sind Fruchtsaft und Mineralwasser (meist mit Kohlensäure). Der Fruchtanteil liegt i.d.R. bei mind. 50%. Die genaue Zusammensetzung ist jeweils auf dem Etikett zu finden.

Fruchtsaftverordnung

Die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung (FrSaftErfrischGetrV) enthält Regelungen über Zutaten, Herstellungsanforderungen und Kennzeichnung von Fruchtsaft, fruchtsaftähnlichen Erzeugnissen und koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken. Den genauen Inhalt finden Sie hier.

Fruchtsirup

Als Sirup wird mit Zucker eingedickter Fruchtsaft bezeichnet. Fruchtsirupe werden zum Trinken mit Wasser verdünnt oder für Süßspeisen verwendet.

Frühlingszwiebel

siehe Lauchzwiebeln

Fruktose

Fruktose wird auch als Fruchtzucker bezeichnet, ist ein Einfachzucker und gehört zur großen Gruppe der Kohlenhydrate. Fructose kommt v.a. in Obst und Honig vor und besitzt die größte Süßkraft unter den verschiedenen Zuckerarten, weist jedoch den gleichen Energiegehalt wie Haushaltszucker auf.

Fruktose gelangt mithilfe eines Transporters über den Dünndarm in das Blut und wird später in Glukose umgewandelt.

Die Verträglichkeit von Fruktose ist individuell sehr unterschiedlich. Einige Menschen leiden unter einer Fruktoseunverträglichkeit.

Industrieller Fruchtzucker wird meist aus Rohr- oder Rübenzucker hergestellt. Diabetiker können diese Form des Zuckers sparsam verwenden, da er den Insulinspiegel nicht beeinflusst. Zu beachten ist allerdings seine abführende Wirkung.

Fruktosemalabsorption

Die Fruktosemalabsorpotion kommt relativ häufig vor (ca. 30% der Erwachsenen sind betroffen) und ist ebenfalls eine Form von Intoleranz. Sie ist meist vorübergehender Natur und darf nicht mit der hereditären Fruktoseintoleranz verwechselt werden.

Bei der Malabsorption wird die Fruktose nicht ausreichend abgebaut, sondern weiter bis in den Dickdarm transportiert. Dort macht die unverdaute Fruktose entsprechende Probleme.

Wodurch diese Störung hervorgerufen wird, ist bislang nicht genau bekannt. Vermutlich liegt es zum einen an einer gestörten Transportfunktion im Dünndarm und zum anderen an einer zu hohen Fruktoseaufnahme.

Symptome sind wässriger Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen, aber auch Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen. Die Diagnose sollte durch einen Arzt zweifelsfrei mittels eines Atemtests festgestellt werden.

Eine extrem fruktosearme bzw. fruktosefreie Dauerkost ist für Menschen mit einer Malabsorption keinesfalls erforderlich. Nach einer Karenzzeit von ca. 2 Wochen können langsam fruktosehaltige Lebensmittel in den Speiseplan aufgenommen werden. Betroffene müssen herausfinden, wie viel Fruktose sie vertragen.

Fruktoseunverträglichkeit

Es gibt die folgenden beiden Arten von Fruktoseunverträglichkeiten:

- hereditäre Fruktoseintoleranz

- Fruktosemalabsorption

Frutarismus

Frutarismus ist eine sehr strenge Form der veganen Ernährung.

Gemäß Frutariern sollen weder Tiere noch Pflanzen geschädigt und getötet werden. Es werden nur Lebensmittel verzehrt, die gepflückt werden können (z.B. Nüsse, Äpfel, Tomaten, Kürbisse). Wurzel-, Zwiebel-, Blatt- oder Stängelgemüse darf nicht verzehrt werden, da die Pflanze bei der Ernte zerstört wird.

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