Lexikon
- Nachtkerzenöl
Nachtkerzenöl ist besonders reich an essentiellen Fettsäuren, unterstützt wichtige Hautfunktionen und eignet sich somit besonders zum Einsatz bei sehr empfindlicher und allergiegefährdeter Haut.
Das Erscheinungsbild schuppiger und entzündlicher Haut verbessert sich durch diese Behandlung merklich - raue Haut wird regeneriert und der Feuchtigkeitsverlust stark reduziert. Auch bei Neurodermitis werden Juckreiz, Irritationen und Hauttrockenheit deutlich verbessert. Trockene und barrieregestörte Haut wird weicher und zarter und profitiert von der feuchtigkeitsspendenden und regenerierenden Wirkung des Nachtkerzenöls.
(Quellen: www.lavera.de, www.ecco-verde.de)
- Nagelöl
Nagelöle werden zur intensiven Pflege der Nägel, z.B. bei Problemen wie brüchigen Nägeln und eingerissenen Nagelhäuten eingesetzt. Sie haben die Funktion die Nägel zu festigen sowie die Nagelhäute geschmeidig zu halten und diese vorm Einreißen zu schützen. Nagelöle enthalten Substanzen aus Pflanzen oder Harzen, die dazu beitragen, dass sich keine Pilze und Bakterien ansiedeln können.
- Nährstoffe
Als Nährstoffe werden die wichtigsten Inhaltsstoffe unserer Nahrung bezeichnet. Zu den Nährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Kohlenhydrate und Ballaststoffe, Eiweiße, Fette und Wasser. Wobei Wasser nicht zu den Nährstoffen im eigentlichen Sinne zählt. Es ist aber für alle Stoffwechselvorgänge unerlässlich und ist Träger der wasserlöslichen Vitamine (z.B. C und B).
- Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte, die Nahrung mit bestimmten Inhaltsstoffen ergänzen sollen. Sie sind verfügbar als Tabletten, Kapseln, Pulver oder Flüssigkeiten.
Für jedes Nahrungsergänzungsmittel müssen folgende Informationen auf der Verpackung ersichtlich sein: Menge und Dosis der Inhaltsstoffe, die empfohlene tägliche Verzehrmenge und der Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel keine ausgewogene Ernährung ersetzen können.
Darüber hinaus finden sich auf den Verpackungen oft Health-Claims.
- Nahrungsmittelunverträglichkeit
Kommt es nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln immer wieder zu Beschwerden, kann dies als Nahrungsmittelunverträglichkeit bezeichnet werden.
Man unterscheidet Allergien, Pseudoallergien, Kreuzallergien und Intoleranzen.
Die Diagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist nicht immer einfach. Betroffene sollen nicht auf eigene Faust Diät halten oder bestimmte Nahrungsmittel einfach weglassen. Ein Arztbesuch ist unverzichtbar, um zu klären, welche Art von Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt.
Die bekanntesten Unverträglichkeiten sind Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption, Zöliakie, Histaminintoleranz und verschiedene Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Erdnüsse oder Fisch).
- Nasse Kaffeeaufbereitung
Die Kaffeekirschen werden in großen Wassertanks aufgeweicht. Danach wird das Fruchtfleisch mit dem Entpulper entfernt. Durch Fermentation wird die Schleimschicht entfernt. Schleimreste und Fremdkörper werden beim Waschen entfernt. Anschließend werden die Bohnen getrocknet.
Durch die nasse Aufbereitung bilden sich feine Säuren, der Geschmack des Kaffees ist ausgewogener. Der gesamte Prozess dauert 2-3 Wochen.
- Natamycin (E 235)
Natamycin besitzt eine antibiotische Wirkung auf Hefe- und Schimmelpilze und wird in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel eingesetzt. Man verwendet diesen Stoff zur Oberflächenbehandlung von Hart- und Schnittkäse und verschiedenen Wurstsorten, um unerwünschte Schimmelpilzen vorzubeugen bzw. diese abzutöten. Dadurch wird die Käseherstellung weniger arbeitsintensiv und somit kostengünstiger.
In der Medizin wird Natamycin als Antimykotikum (Antibiotikum gegen Pilzinfektionen) verwendet. Durch den Einsatz bei Lebensmitteln kann es zur Resistenzbildung kommen, die Medikamente erzielen dann nicht mehr die gewünschte Wirkung.
Es wird empfohlen, die Rinde bei konventionell hergestelltem Hart- und Schnittkäse großzügig wegzuschneiden (mind. 5mm). (Quelle: www.lebensmittel-warenkunde.de)
Bei der Herstellung von Biokäse ist der Einsatz von Natamycin verboten!
- Natron
Natron ist die Kurzbezeichnung für Natriumhydrogencarbonat. Teilweise wird Natron auch als Soda bezeichnet.
Aufgrund seiner säurebindenden Wirkung findet Natron in vielen Bereichen Verwendung. Es wird z.B. als Backtriebmittel, Reinigungsmittel, Körperpflegemittel und als Medizin verwendet.
Tafelwasser, welches mindestens 570 mg Natron pro Liter und Kohlensäure enthält, wird als Sodawasser bezeichnet.
- NATRUE
NATRUE (International Natural and Organic Cosmetics Association Aisbl, mit Sitz in Brüssel) ist einer von mehreren Zertifizierungsverbänden, die Standardrichtlinien zur Herstellung von Naturkosmetikprodukten entwickelt haben.
Der Verband definiert drei Zertifizierungsstufen:
- Naturkosmetik - Die eingesetzten Rohstoffe müssen nicht zwingend aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Sie erfüllen die allgemeinen Standards für die Herstellung von Naturkosmetik (siehe Naturkosmetik-Siegel).
- Naturkosmetik mit Bio-Anteil - mit mindestens 70% der natürlichen Rohstoffe in Bioqualität.
- Biokosmetik - mit mindestens 95% Bio-Anteil der pflanzlichen Zutaten.
- Naturkosmetik
Naturkosmetik dient der Verschönerung und Pflege des menschlichen Körpers mittels Wirkstoffen aus der Natur. Sie bietet sanfte, natürliche Pflege mit haut- und umweltfreundlichen Rohstoffen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Haut in jedem Lebensalter. Naturkosmetik dient der Anregung und Unterstützung unserer natürlichen Hautfunktionen.
Für die Bestimmung von Naturkosmetik gibt es mehrere Siegel bzw. Prüfzeichen, die von verschiedenen Zertifizierungsverbänden vergeben werden. Ein Siegel erhält ein Produkt nur dann, wenn bestimmte Standartrichtlinien bei der Herstellung eingehalten wurden.
- Naturkosmetik-Siegel
Die Siegel folgender Zertifizierungsverbände zählen zu den wichtigsten Naturkosmetik-Siegeln auf dem deutschen Markt:
Natrue
Ecocert
demeter
Allgemeine Standards für die Herstellung von Naturkosmetik
Für alle in dieser Übersicht dargestellten Naturkosmetik-Siegel gilt der Verzicht auf:
- Synthetische Farb-, Duft-, und Konservierungsmittel
- Einsatz gentechnisch veränderter Organismen
- Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte
- Einsatz von radioaktiver Bestrahlung (zur Entkeimung)
- Tierversuche oder Rohstoffe, die am Tier getestet wurden
Spezifische Standards für die Herstellung von Naturkosmetik
Zusätzlich zu den allgemeinen Standards legen die Zertifizierungsverbände jeweils eigene Richtlinien fest.
- siehe BDIH
- siehe NATRUE
- siehe ECOCERT
- siehe demeter
- Naturland
Naturland ist ein recht junger Anbauverband, welcher erst 1982 gegründet wurde. Das spiegelt sich auch in den Zielen wieder: der ideologiefreien Weltanschauung, der Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Ausweitung des ökologischen Landbaus auch international.
Naturland engagiert sich neben der klassischen Landwirtschaft auch in anderen Teilbereichen wie Aquakultur, nachhaltiger Fischerei, Textil- und Holzwirtschaft.
Naturland ist der zweitgrößte deutsche Anbauverband, er betreut über 2.500 Erzeugerbetriebe in Deutschland mit einer Fläche von insgesamt über 130.000 ha. International wirtschaften 55.000 Bauern nach Naturland-Richtlinien. (Stand: 09.05.2022)
Für einige seiner Produkte hat Naturland das Naturland Fair Siegel ergänzt. Denn der Verband hat dem EU-Bio Siegel weitere Kriterien zugefügt.
- Naturland Fair
Naturland Fair ist ein Fairtrade Siegel der Marke Naturland.
Naturland Fair fügt der ökologischen eine ökonomische Facette hinzu, indem es den Erzeugern hilft, die Standards auch aufrechtzuerhalten. Mitglieder und Partner müssen 7 Kriterien erfüllen, um zertifiziert zu werden.
Diese sind:
1. Soziale Verantwortung
2. Verlässliche Handelsbeziehungen
3. Faire Erzeugerpreise
4. Regionaler Rohstoffbezug
5. Gemeinschaftliche Qualitätssicherung
6. Gesellschaftliches Engagement
7. Unternehmensstrategie und Transparenz- Natürliches Heilwasser
Natürliches Heilwasser unterliegt dem Arzneimittelgesetz und den Beschränkungen des Arzneimittelwerbegesetzes. Es bedarf der Arzneimittelzulassung und des Nachweises seiner medizinischen Wirksamkeit. Die Abfüllbetriebe benötigen eine eigene Herstellungserlaubnis und unterliegen der Arzneimittelkontrolle.
- Natürliches Mineralwasser
Natürliches Mineralwasser muss per Gesetz, geregelt in der Mineral- und Tafelwasserverordnung, aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungsrisiken geschützten Wasservorkommen stammen. Es muss von mikrobiologisch ursprünglicher Reinheit sein, d.h. es darf nicht wie Trinkwasser aufbereitet werden. Die jeweilige Zusammensetzung der natürlichen, aus dem Gestein gelösten Mineralstoffe muss konstant sein.
Als einziges Lebensmittel benötigt Natürliches Mineralwasser eine amtliche Anerkennung. Es darf nur am Quellort abgefüllt, also nicht mit Tankwagen transportiert werden. Außerdem darf es nur in Endverbraucherbehältnisse abgefüllt werden und die Flaschen müssen zum Schutz vor Verfälschung einen Sicherheitsverschluss tragen. Außer Kohlensäure darf dem Natürlichen Mineralwasser nichts zugesetzt werden. Es unterliegt einer Reihe spezieller Kennzeichnungsvorschriften.
- Natursauerteig
Sauerteig ist ein gärender Teig aus Mehl und Wasser. Roggenteige benötigen im Gegensatz zu Weizenteigen eine Säuerung, um backfähig zu werden. Diese Säuerung wird durch den Einsatz von Sauerteig erreicht. Der Gärprozess wird durch den Zusatz von Milchsäurebakterien erzeugt. Dabei bildet sich Kohlendioxid und der Teig wird gelockert. Der Sauerteig ist nicht nur Lockerungsmittel, sondern bildet auch Aromastoffe. Mit Sauerteig können auch Weizen- und Dinkelmehlbrote gebacken werden.
- Neem
Neem ist ein pflanzlicher Auszug aus den Blättern des Neembaumes. Der Neembaum, gehört zur Familie der Mahagonigewächse und ist in Indien beheimatet. Er gilt dort als Gesundheitsspender, da er bei einer ganzen Reihe von akuten und chronischen Krankheiten wirkt, z.B. Asthma, Bluthochdruck, Allergien, Haut und Nagelpilzen, Furunkeln. Neem wird u.a. eine antibakterielle, antivirale, pilzhemmende und insektizide Wirkung zugeschrieben. In Deutschland findet man Neemextrakt vor allem als Bestandteil in Kosmetika, z.B in Antischuppenshampoos oder Nagelölen.
- Nektar
Nektar ist eine süßliche Flüssigkeit, die von blühenden Pflanzen produziert wird, um Insekten zur Bestäubung anzulocken.
Er besteht aus verschiedenen Zuckerarten (Glukose, Fruktose und Saccharose) sowie Mineralstoffen und Wasser. Bienen sammeln ihn um Honig daraus zu produzieren.
Nektar ist nicht zu verwechseln mit Fruchtnektar.
- Nektarine
- Nicht-klimakterisches Obst und Gemüse
Hierbei handelt es sich um Obst- und Gemüsesorten, die nach der Ernte nicht nachreifen. Sie müssen also genussreif geerntet werden.
Beispiele für nicht-klimakterisches Obst und Gemüse sind Weintrauben, Beerenfrüchte und Zitrusfrüchte. Alle Gemüsesorten (außer Tomaten) sind nicht-klimakterisch.
- Nichtbrotgetreide
Zu den Nichtbrotgetreiden zählen Getreidearten mit wenig Glutenanteil und keinem Glutenanteil im Korn. Zu den Nichtbrotgetreidearten zählen Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis sowie die Pseudogetreide (z.B. Buchweizen, Amaranth, Quinoa).
Mehle aus Nichtbrotgetreide eignen sich pur bzw. unvermischt nicht zum Brotbacken. Sie haben eine schlechte bzw. keine Eigenbackfähigkeit, verkleben sich nicht selbst, sondern benötigen zusätzliche Bindemittel (z.B. Flohsamen) oder Brotgetreide, um ein Teiggerüst zu bilden.
- Nitrat
Nitrat ist eine Stickstoffverbindung und kommt natürlich im Boden vor. Da die Pflanzen Nitrat für ein optimales Wachstum benötigen, wird es auch als Dünger auf die Felder gebracht. Dies geschieht entweder in Form von organischem Dünger (Mist) oder als synthetischer Stickstoffdünger (im ökologischen Landbau nicht zulässig). Der Stickstoff wird mit Hilfe von Bakterien in Nitrat umgewandelt.
Die einzelnen Pflanzenarten speichern das aufgenommene Nitrat unterschiedlich stark. Besonders nitratarm ist Obst und Fruchtgemüse (z.B. Tomaten, Gurken). Blatt- und Wurzelgemüse weisen dagegen hohe Nitratgehalte auf. Die größten Mengen an Nitrat wurden in Rucola gefunden. Rucola wird jedoch aufgrund seines intensiven Geschmacks nur in kleineren Mengen verzehrt, so dass hier nicht mit einer gesundheitlichen Gefährdung zu rechnen ist.
Der Nitratabbau in der Pflanze ist stark vom Sonneneinfluss abhängig. Freilandgemüse weist deshalb einen niedrigeren Nitratgehalt als Gewächshausware auf. Hier ist der Nitratgehalt vor allem im Winter besonders hoch. Außerdem ist der Nitratgehalt abhängig vom Erntezeitpunkt. Optimal ist es, wenn die Pflanzen abends geerntet werden, da nachts das Nitrat gespeichert und tagsüber abgebaut wird.
Neben der Sonneneinstrahlung und dem Erntezeitpunkt hat die Düngung einen erheblichen Einfluss auf den Nitratgehalt im Gemüse. Insbesondere der intensive Einsatz von synthetischem Stickstoffdünger erhöht den Nitratgehalt in den Pflanzen beträchtlich. Deshalb enthält biologisch angebautes Gemüse i.d.R. deutlich weniger Nitrat als konventionelle Ware.
Nitrat wird auch als Konservierungsstoff z.B. in konventionell erzeugter Wurst und Käse eingesetzt.
Nitrat an sich ist für den Menschen nicht giftig. Es wird jedoch im Körper in Nitrit und Nitrosamine umgewandelt. Nitrit kann den Sauerstofftransport im Blut verringern und Nitrosamine stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Zu beachten ist auch, dass gepökelte Wurst (enthält Nitritpökelsalz) nicht gegrillt werden sollte, da bei hohen Temperaturen Nitrosamine entstehen.
- Noisette
Beliebte Schokoladensorte. Noisette ist Milchschokolade gemischt mit gemahlenen Haselnüssen. Ihr Kakaoanteil kann variieren.
Sie schmeckt nussig und süß.- Nüsse
siehe Schalenobst